29.07.2010
Foto: Gendreck weg - Die Amflora wurde heute vom Acker geholt.
Sechs Aktivisten entfernten heute Gentechnik-Kartoffel-Pflanzen vom Acker und packten sie in Säcke mit der Aufschrift "Vorsicht! Gentechnisch veränderte Organismen! Nicht zum Verzehr geeignet!". Sie wurden von der Polizei abgeführt. Der einzige kommerzielle Gentechnik-Kartoffel-Acker in Deutschland befindet sich in Mecklenburg-Vorpommern nahe Zepkow im Müritzkreis. Gleichzeitig protestierten Mitglieder des Aktionsbündnisses am Rande des Feldes gegen den Anbau.
30.07.2010
Gottfried Glöckner war bis vor ein paar Jahren Landwirt im hessischen Wölfersheim. Einige Jahre baute er auf Versuchsfeldern gentechnisch veränderten Mais an, sogenannten Bt 176 der Firma Syngenta. Dieser ging komplett als Futter an seine Kühe. Viele Kühe starben. Glöckner macht den Gentech-Mais verantwortlich.
Noch ist es nicht zu spät. Überzeugen Sie Frau Aigner von der Notwendigkeit des Verbotes der Risikoknolle Amflora - schreiben Sie ihr eine Postkarte!
Mehr Infos
Oder schicken Sie eine Protestmail an die verantwortlichen Politiker und fordern Sie sie auf, die Gentechnik-Knolle zu verbieten und unsere Lebensmittel und Landwirtschaft vor Gen-Pflanzen zu schützen.
Greenpeace
Der Arbeitskreis Gentechnik-Freies Metzingen/Ermstal wehrt sich mit einer neuen Unterschriftenliste gegen die schleichende Einführung der Gentechnik in der Landwirtschaft. Die Unterschriftenliste kann hier runtergeladen werden. Für alle, die das Anliegen gentechnikfreies Saatgut unterstützen möchten, aber nicht Unterschriften sammeln können, gibt es mit den beigefügten Brief-Vorlagen auch die Möglichkeit, selbst an Frau Aigner und Frau Merkel zu schreiben. Einfach ausdrucken, Name, Adresse und Datum einfügen und abschicken.
Briefvorlage Merkel: Saatgut soll gentechnikfrei bleiben
Briefvorlage Aigner: Saatgut soll gentechnikfrei bleiben
Arbeitskreis Gentechnik-Freies Metzingen/Ermstal: U-Liste Reinheitsgebot Saatgut
Seit Februar 2010 ist eine neue EU-Kommission im Amt und fördert bereits intensiv die Einführung der Gentechnik in der europäischen Landwirtschaft - Neue Runde für einen Gentechnik-Alarm, machen Sie mit und schreiben Sie an die zuständigen Minister:
Stop the Crop
Schicken Sie eine Protestmail an die verantwortlichen Politiker und fordern Sie sie auf, die Gentechnik-Knolle zu verbieten und unsere Lebensmittel und Landwirtschaft vor Gen-Pflanzen zu schützen.
Greenpeace

Die Bundesregierung hat im Koalitonsvertrag festgelegt, Gentechnik-Pflanzen zu fördern. Was sagen Sie dazu? Schreiben Sie den verantwortlichen Ministern eine Nachricht!
Greenpeace-Aktion
Vor etwa 10 000 Jahren begann das älteste Open-Source-Projekt der Menschheit. Samen von Wildpflanzen wurden gesammelt, vermehrt und getauscht, Kulturpflanzen wurden gezüchtet und verbreitet. Das Ergebnis ist ein Reichtum an Sorten, der das bedeutendste kulturelle Erbe der Menschheit darstellt und Grundlage für das Überleben künftiger Generationen bildet. Sieben Autoren berichten über die fragwürdigen Methoden, die Kontrolle über das Saatgut zu erlangen: Durch wirtschaftlichen Druck und politische Einflussnahme, mit Hilfe neuer Technologien und rechtlicher Fehlentwicklungen. Sie verdeutlichen die daraus resultierenden Probleme von globalem Ausmaß aus politisch-ökonomischer, sozialer, kulturhistorischer und ernährungswissenschaftlicher Sicht und berichten von ihren Erfahrungen in der Saatgutzucht und Entwicklungshilfe.

Der GID, die Fachzeitschrift des Gen-ethischen Netzwerks, beschäftigt sich dieses Mal schwerpunktmäßig mit dem Thema „Agro-Gentechnik und Pestizide." Eine Anzahl von Autoren schreiben über die Verbindung zwischen der Entwicklung von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP) und dem Einsatz von Pestiziden. Einer der Beiträge zu diesem Thema ist ein Interview mit Marie-Monique Robin, der Produzentin von dem kultverdächtigen Dokumentationsfilm "Mit Gift und Genen."
GID Artikel online lesen
Auf der internationalen grünen Woche wurde der kritische Agrarbericht 2010 vorgestellt. Auch dieses Jahr ist ein Kapitel der Agro-Gentechnik gewidmet. Im Rückblick auf das Jahr 2009 erläutert Heike Moldenhauer die Tücken des Koalitionsvertrages, das Bangen um die Nulltoleranz und den 9-Punkte-Katalog für eine ökologische Risikoforschung. Martha Mertens geht in ihrem Beitrag "Kollaterlschäden im Boden" auf negative Wirkungen des Wirkstoffs Glyphosat auf Bodenleben und Bodenfruchtbarkeit ein. Seit dem Einzug der Agro-Gentechnik ist der Einsatz dieses Wirkstoffs enorm gestiegen. Jochen Koester erläutert die Schwierigkeiten des Sojaanbaus und kritisiert den vom WWF initiierten "runden Tisch für veranwortungsbewussten Sojaanbau" (RTRS).

Der Journalist Klaus Faißner umreißt in seinem jüngsten Werk in einfacher und kompakter Art und Weise die besondere Brisanz der Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmitteln. Es geht um den Druck der Gentechnik-Lobby, um Koexsitenz, die Existenzen kostet und um die speziellen Gefahren bei Patenten auf Nahrungsmittel. Es wird deutlich gemacht, warum Gentechnik keine Weiterentwicklung natürlicher Züchtung ist und auch warum die Widerstandsbewegung immer stärker wird. Es ist ein Appell an jeden Einzelnen, seinen möglichen Einfluß auf die Entwicklung wahrzunehmen. "Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf" (Goethe).

In "Sicherheitsrisiko Gentechnik" beleuchten Árpád Pusztai und Susan Bardócz die Rollen von Konzernen und Politik und deren indirekte Einflussnahme über die Finanzierung auf die Ergebnisse der Genforschung. Er liefert Vorschläge für eine effektive, wissenschaftlich seriöse Forschung im Dienste der Sicherheit von Mensch und Natur. Árpád Pusztai wurde nach der Veröffentlichung kritischer Gentechnik-Untersuchungen 1998 von seinem Posten an dem schottischen Rowett Research Institut suspendiert.
Orange Press: Sicherheitsrisiko Gentechnik
Alle wichtigen Fragen der Welternährung und Landwirtschaft werden in dieser Broschüre mit Grafiken erläutert. Auch die Rolle der Gentechnik wird kritisch beleuchtet.
Christof Potthof vom Gen-ethischen Netzwerk gibt in der jüngsten Ausgabe des GID einen Überblick darüber, wie sich die Agro-Gentechnik als klimaschonend verkauft - und was dagegen einzuwenden ist.
GID 197 - Februar 2010

Das Handbuch Genfood (2009) gibt Antworten und fasst kompakt zusammen, was jeder wissen muss, der gentechnisch veränderten Lebensmitteln nicht gleichgültig gegenübersteht.
Max Annas und Jürgen Binder, Orange Press
Lang und Otto begutachteten insgesamt 20 Studien, bei denen die Auswirkungen von Bt-Mais auf Nicht-Zielorganismen im Fokus standen. 11 Schmetterlingsarten wurden untersucht, die hauptsächlich in den USA vorkommen. Die Autoren schlussfolgern, dass es zwar potentielle Gefahren für Schmetterlinge gibt, aber kein allgemeines Fazit gezogen werden kann. Dazu ist die Anzahl der Studien zu gering und zu wenige Arten wurden untersucht. Die Autoren schlagen vor, mehr Untersuchungen unter realistischen Umständen und ökologisch relevanten Bedingungen durchzuführen, um eine bessere Bewertung der Auswirkung des Anbaus von Bt-Mais auf Schmetterlinge durchzuführen.
● A. Lang und M. Otto (Februar 2010):
A synthesis of laboratory and field studies on the effects of transgenic Bacillus thuringiensis (Bt) maize on non-target Lepidoptera
Emnid hat gefragt, ob der MON 810 weiterhin verboten sein soll: 79% der Befragten sind dafür. 77% der Befragten sind der Meinung, dass Landwirtschaftsministerin Aigner den Anbau der Gentechnik-Kartoffel Amflora auch verbieten soll.
● Emnid, Januar 2010
Umfrage im Auftrag von Greenpeace
Wirkt sich der Anbau von Bt-Mais auf die angrenzenden Bäche und Seen aus? Interessant sind Untersuchungen zu Köcherfliegen. Denn sie sind eng verwandt mit Schmetterlingen, gegen die der Gentechnik-Mais durch sein Bt-Gift resistent ist. Und ihre Larven leben im Wasser. Das Bt-Gift wurde in teils hohen Konzentrationen in Gewässern nachgewiesen werden. Der NABU hat nun neueste Erkenntnisse zusammengefasst.
Dieser Flyer der Witzenhäuser Agrar-Studierenden, Landwirten und Gärtnern für eine gentechnikfreie Landwirtschaft ist für die Aktionärsversammlung der KWS Saat AG erstellt worden. Es ist die Antwort auf einen Gentechnik-Propaganda-Flyer des Unternehmens. Der Flyer widerlegt präzise die als "Fakten" ausgegebene Begründungen für eine Anwendung der Agro-Gentechnik der KWS Saatgut.
Link zum Flyer
Die Unabhängigkeit des Informationsdienstes garantieren seine Herausgeber und Leser!
"Widerstand gegen Agro-Gentechnik braucht Transparenz und viele unabhängige Stimmen - darum www.keine- gentechnik.de."
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Patent-Experte Christoph Then im Tagesgespräch zum Thema "Vom Brokkoli bis zur Milchkuh: Darf es Patente auf Leben geben?"
br-online Tagesgespräch als Podcast
● Ohne Gentechnik:
Verband in Berlin gegründet
Seit Februar 2010 ist eine neue EU-Kommission im Amt und fördert bereits intensiv die Einführung der Gentechnik in der europäischen Landwirtschaft - Neue Runde für einen Gentechnik-Alarm, machen Sie mit:
Stop the Crop


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Die Guten Gründe online
Warum Gen-Milch uncool ist! Ein Film von Greenpeace mit den Revolverhelden.
Youtube
Eine Reportage zur großen Kundgebung in Ulm mit Annette Schavan, Hans Herren u.a.
Cine Rebelde
Marie Monique Robins Dokumentation über die rücksichtslose Unternehmenspolitik Monsantos:
google.video
Hier gibt es einen Mitschnitt eines Vortrages von Werner Müller über die europäische Zulassungspraxis von Gentech-Pflanzen.
Mitschnitt vom Werner-Müller-Vortrag
Die englische Reportage beschreibt die Gefahren des Gentechnik-Anbaus für die kleinen Inseln von Hawaii.
youtube.com
Eine Zusammenfassung zum Thema Agro-Gentechnik von Greenpeace Schweiz.
youtube.com
In Deutschland werden gentechnikfreie Regionen von Landwirten gegründet, die sich gegenseitig verpflichten ohne Gentechnik zu arbeiten. Ein Kurzbericht dazu aus Brandenburg.
eed.de
Der Dokumentar-Film beschreibt, wie der Saatgut-Hersteller Monsanto Lebensmittel manipuliert und die weltweite Kontrolle über Nahrungsmittel anstrebt.
Ökofilm
Über die Entstehungsgeschichte des Infodienstes, unsere Arbeit und die Aktionen, die wir unterstützen hören Sie das Interview auf
rdl